Skip to content
Innopulse Consulting
AI Engineering

Was ist ein LLM (Large Language Model)?

Kurzdefinition

Ein LLM (Large Language Model, grosses Sprachmodell) ist ein KI-Modell, das auf riesigen Textmengen trainiert wurde, um menschliche Sprache zu verstehen und zu erzeugen. LLMs bilden die Grundlage moderner Chatbots, Textgeneratoren und vieler KI-Funktionen in Software und können vielfältige sprachbezogene Aufgaben erfüllen.

Ein LLM, kurz für Large Language Model und auf Deutsch grosses Sprachmodell, ist ein KI-Modell, das darauf trainiert wurde, menschliche Sprache zu verstehen und zu erzeugen. Es wird auf riesigen Mengen an Text trainiert und lernt dabei statistische Muster der Sprache, die es ihm erlauben, auf eine Eingabe hin sinnvollen, zusammenhängenden Text zu erzeugen. LLMs bilden die technische Grundlage moderner Chatbots, Textgeneratoren und einer wachsenden Zahl von KI-Funktionen in Software aller Art.

Wie ein LLM funktioniert

Im Kern sagt ein LLM auf Basis des bisherigen Texts das jeweils wahrscheinlichste nächste Sprachstück voraus und erzeugt so Wort für Wort eine Antwort. Diese scheinbar einfache Mechanik führt bei hinreichend grossen Modellen und Trainingsmengen zu erstaunlich fähigem Verhalten: Das Modell kann Fragen beantworten, Texte zusammenfassen, übersetzen, umformulieren und vieles mehr. Es versteht Sprache jedoch nicht im menschlichen Sinne, sondern beruht auf erlernten statistischen Mustern. Dieses Verständnis seiner Funktionsweise ist wichtig, um sowohl seine beeindruckenden Fähigkeiten als auch seine Grenzen richtig einzuordnen.

Training und Tokens

Ein LLM entsteht durch Training auf grossen Textmengen, bei dem es lernt, Muster der Sprache zu erkennen. Der Text wird dabei in kleine Einheiten zerlegt, sogenannte Tokens, die etwa Wörtern oder Wortteilen entsprechen. Die Grösse eines Modells wird oft an der Zahl seiner Parameter gemessen — der intern erlernten Werte, die sein Verhalten bestimmen. Grössere Modelle mit mehr Parametern und mehr Trainingsdaten sind tendenziell fähiger, aber auch teurer im Betrieb. Die Zahl der verarbeiteten Tokens ist zudem die übliche Grundlage für die Abrechnung der Nutzung eines LLM, was für die Kostenplanung in Produkten relevant ist.

Stärken von LLMs

Die Stärken von LLMs liegen überall dort, wo Sprache verarbeitet oder erzeugt werden muss. Sie können Texte zusammenfassen, Fragen in natürlicher Sprache beantworten, zwischen Sprachen übersetzen, Inhalte umformulieren, Informationen aus unstrukturiertem Text extrahieren und Entwürfe erstellen. In Software ermöglichen sie Funktionen, die zuvor undenkbar waren — etwa einen Assistenten, der in natürlicher Sprache auf die Daten eines Nutzers eingeht. Diese Vielseitigkeit macht LLMs zu einem mächtigen Werkzeug, das in immer mehr Produkten konkrete, lästige Aufgaben übernimmt und so echten Mehrwert schafft.

Grenzen und Halluzinationen

LLMs haben auch wesentliche Grenzen, die man kennen muss. Die wichtigste ist die Neigung zu sogenannten Halluzinationen: Das Modell erzeugt mitunter Aussagen, die plausibel klingen, aber faktisch falsch sind, weil es Sprache auf Basis von Wahrscheinlichkeiten erzeugt und nicht über ein echtes Faktenwissen verfügt. Zudem ist das Wissen eines Modells auf seinen Trainingsstand begrenzt und kennt spätere Ereignisse nicht. LLMs können auch Verzerrungen aus ihren Trainingsdaten übernehmen. Diese Grenzen bedeuten, dass LLMs mit Sorgfalt eingesetzt werden müssen — besonders dort, wo Korrektheit wichtig ist, braucht es Mechanismen zur Überprüfung und Absicherung.

LLMs datenschutzkonform integrieren

Die Integration eines LLM in ein Produkt wirft Datenschutzfragen auf, besonders im DACH-Raum. Werden Nutzereingaben an ein Modell gesendet, das ausserhalb der EU betrieben wird, entsteht eine Datenübermittlung, die rechtlich abgesichert sein muss. Enthalten die Eingaben personenbezogene oder gar besondere Daten, verschärft sich die Lage. Eine datenschutzkonforme Integration achtet daher auf die Wahl des Modellanbieters, die Hosting-Region und die vertraglichen Garantien und vermeidet die unnötige Weitergabe sensibler Daten. Innopulse integriert LLMs in eigenen Produkten wie BudgetHub und Penday bewusst datenschutzkonform und bringt diese Praxiserfahrung in die Beratung ein.

LLMs und der EU AI Act

LLMs und die ihnen zugrunde liegenden Modelle sind auch regulatorisch relevant. Die grossen, vielseitig verwendbaren Modelle fallen unter die Regeln des EU AI Act für KI-Modelle mit allgemeinem Verwendungszweck, die ihren Anbietern bestimmte Pflichten auferlegen. Wer ein LLM in ein eigenes Produkt integriert, wird in der Regel zum Anbieter oder Betreiber eines KI-Systems und muss dessen Pflichten je nach Einsatzzweck prüfen. Die Verbindung von LLM-Integration und AI-Act-Compliance ist damit ein Feld, in dem technisches und regulatorisches Wissen zusammenkommen müssen — genau die Schnittstelle, an der Innopulse arbeitet.

Fazit

Prompting und der Kontext

Wie gut ein LLM eine Aufgabe erfüllt, hängt stark von der Eingabe ab, die es erhält — dem sogenannten Prompt. Eine klare, präzise und mit dem nötigen Kontext versehene Anweisung führt zu deutlich besseren Ergebnissen als eine vage. Auch die Menge an Kontext, die ein Modell verarbeiten kann, ist begrenzt, das sogenannte Kontextfenster, weshalb relevante Informationen gezielt mitgegeben werden müssen. Diese Abhängigkeit von der Eingabe ist sowohl eine Herausforderung als auch eine Chance: Wer lernt, gute Anweisungen zu formulieren und den richtigen Kontext bereitzustellen, kann die Fähigkeiten eines LLM weit besser nutzen. In Produkten wird dieses Prompting meist im Hintergrund sorgfältig gestaltet, sodass der Nutzer einfach eine natürliche Eingabe macht.

Die Kostenstruktur von LLMs

Die Integration eines LLM in ein Produkt bringt eine besondere Kostenstruktur mit sich, die man von Anfang an bedenken muss. Anders als die meisten Funktionen herkömmlicher Software, deren Betrieb kaum mit der Nutzung skaliert, verursacht jede Anfrage an ein LLM variable Kosten, die mit der Zahl der verarbeiteten Spracheinheiten steigen. Das bedeutet, dass intensive Nutzung unmittelbar höhere Kosten erzeugt. Für ein Produkt mit LLM-Funktionen ist es daher entscheidend, diese variablen Kosten in das Pricing einzukalkulieren, damit nicht der intensivste Nutzer zum teuersten wird. Innopulse berücksichtigt diese Kostenstruktur beim Bau eigener Produkte wie BudgetHub und Penday und bei der Beratung von Kunden, die LLMs integrieren wollen.

Fazit zu LLMs

Ein LLM ist ein grosses Sprachmodell, das Sprache versteht und erzeugt und die Grundlage moderner KI-Funktionen bildet. Seine Stärken liegen in der vielseitigen Verarbeitung von Sprache, seine Grenzen in Halluzinationen und begrenztem Faktenwissen. Gute Ergebnisse hängen stark von der Eingabe ab, und die variable Kostenstruktur muss im Pricing bedacht werden. Wer ein LLM integriert, muss zudem Datenschutz und AI-Act-Anforderungen beachten. Richtig eingesetzt — mit gutem Prompting, abgesichert gegen Halluzinationen und datenschutzkonform — sind LLMs ein mächtiges Werkzeug, das konkreten Nutzen schafft.

Die Entwicklung der LLMs

Das Feld der grossen Sprachmodelle entwickelt sich rasant. Die Modelle werden fähiger, vielseitiger und in manchen Hinsichten auch effizienter, und neue Fähigkeiten kommen hinzu, etwa die Verarbeitung nicht nur von Text, sondern auch von Bildern. Diese schnelle Entwicklung bedeutet, dass Entscheidungen über die Integration eines LLM in ein Produkt mit einer gewissen Flexibilität getroffen werden sollten, sodass sich der eingesetzte Modellanbieter bei Bedarf wechseln lässt. Eine Architektur, die das LLM als austauschbare Komponente behandelt, statt sich fest an einen Anbieter zu binden, ist daher klug. Innopulse gestaltet die LLM-Integration in eigenen Produkten so, dass sie von der schnellen Weiterentwicklung des Feldes profitieren kann, ohne bei jedem Fortschritt neu gebaut werden zu müssen.

Ein LLM ist ein grosses Sprachmodell, das auf riesigen Textmengen trainiert wurde, um Sprache zu verstehen und zu erzeugen, und das die Grundlage moderner Chatbots und KI-Funktionen bildet. Seine Stärken liegen in der vielseitigen Verarbeitung von Sprache, seine Grenzen in der Neigung zu Halluzinationen und im begrenzten Faktenwissen. Wer ein LLM in ein Produkt integriert, muss sowohl diese Grenzen durch geeignete Mechanismen absichern als auch die Datenschutz- und AI-Act-Anforderungen beachten. Richtig eingesetzt, sind LLMs ein mächtiges Werkzeug, das konkreten Nutzen schafft.

AI Engineering ist unser Fachgebiet

Innopulse erklärt nicht nur Begriffe — wir setzen sie für DACH-Unternehmen in die Praxis um.