Von Excel zu FLIORE: die Migration in geordneten Schritten
Aktualisiert: 2026-09
Die Migration aus Tabellen scheitert selten am Import, sondern am Zustand der Daten davor. Der geordnete Weg ist: ein Mandat zuerst, vorher aufräumen, kurz parallel fahren, dann abnehmen und die weiteren Mandate nachziehen.
Der häufigste Grund, warum eine Praxis in Tabellen bleibt, ist nicht Zufriedenheit, sondern die Angst vor der Migration. Diese Angst richtet sich meist auf den technischen Import — dabei ist der Import der einfachste Teil.
Der schwierige Teil liegt davor. Über Jahre gewachsene Tabellen enthalten Positionen ohne eindeutige Zuordnung, Entitäten, die es formal nicht mehr gibt, Bewertungen ohne Stichtag und Formeln, deren Zweck niemand mehr sicher benennen kann. Diese Fragen müssen beantwortet werden — nicht wegen des neuen Systems, sondern weil sie ohnehin offen sind.
Der zweite Fehler ist der grosse Sprung. Wer alle Mandate gleichzeitig migriert, hat im Fehlerfall keine Referenz und keinen Rückweg. Ein Mandat zuerst zu migrieren kostet kaum mehr Zeit, macht die Eigenheiten der eigenen Struktur früh sichtbar und begrenzt das Risiko auf einen überschaubaren Ausschnitt.
So geht’s
- 01
Ein Pilotmandat auswählen
Nicht das einfachste und nicht das komplexeste, sondern ein repräsentatives — damit die Erkenntnisse auf die übrigen Mandate übertragbar sind.
- 02
Die Tabelle vor dem Export aufräumen
Positionen ohne Zuordnung klären, aufgelöste Entitäten kennzeichnen, Bewertungen mit Stichtag versehen. Diese Arbeit fällt ohnehin an; die Migration macht sie nur sichtbar.
- 03
CSV exportieren und Spalten zuordnen lassen
FLIORE ordnet die Spalten automatisch zu: Entitäten werden zu Mandaten, Positionen zu Aktiven. Die Zuordnung vor der Übernahme prüfen.
- 04
Struktur und Berechtigte nachziehen
Beteiligungsverhältnisse zwischen den Entitäten, wirtschaftlich Berechtigte und deren Jurisdiktion erfassen — das ist der Teil, den eine Tabelle typischerweise gar nicht enthielt.
- 05
Kurz parallel fahren und abgleichen
Einen Berichtszyklus lang beide Wege nutzen und die Ergebnisse vergleichen. Abweichungen sind fast immer aufschlussreich und meist in den Altdaten begründet.
- 06
Abnehmen und die weiteren Mandate nachziehen
Nach der Abnahme des Pilotmandats die übrigen migrieren — mit den Erkenntnissen aus dem ersten Durchlauf geht das deutlich schneller.
Warum es hier passt
FLIORE nennt CSV als Migrationspfad mit automatischer Spaltenzuordnung; Entitäten werden zu Mandaten und Positionen zu Aktiven. Die meisten Teams sind am selben Tag arbeitsfähig.
Der Datenqualitäts-Abgleich zeigt nach dem Import genau die Altlasten, die in der Tabelle unsichtbar waren — fehlende Devisenkurse, veraltete Bewertungen, Feed-Fehler nach Schweregrad.
Was eine Tabelle nie enthielt — Beteiligungsverhältnisse, UBO-Beurteilung, Fristen, Audit-Trail — ist im Datenmodell vorgesehen und muss nicht improvisiert werden.
Häufige Fragen
Wie lange dauert eine Migration?
Der Import selbst ist schnell. Die tatsächliche Dauer hängt am Zustand der Altdaten und daran, wie viele offene Fragen die gewachsene Tabelle enthält.
Was passiert mit unseren gewachsenen Formeln?
Die Berechnungslogik deckt das Produkt ab. Was individuell bleiben muss, sollte vor der Migration benannt werden — das ist der ehrlichste Prüfpunkt jeder Einführung.
Können wir mandatsweise migrieren?
Ja, und das ist der empfohlene Weg. Ein repräsentatives Pilotmandat zuerst, danach die übrigen.
Aus welchen Quellen kann importiert werden?
Aus Tabellenkalkulationen sowie aus Exporten anderer Plattformen wie Asora, Kubera, Addepar oder Altoo, jeweils über CSV mit automatischer Spaltenzuordnung.
Was, wenn die Zahlen nach dem Import abweichen?
Abweichungen sind der nützlichste Teil der Migration. Sie stammen fast immer aus den Altdaten — fehlende Kurse, unklare Stichtage, doppelte Erfassungen — und wären sonst unbemerkt geblieben.
FLIORE
FLIORE nennt CSV als Migrationspfad mit automatischer Spaltenzuordnung; Entitäten werden zu Mandaten und Positionen zu Aktiven. Die meisten Teams sind am selben Tag arbeitsfähig.
Der Datenqualitäts-Abgleich zeigt nach dem Import genau die Altlasten, die in der Tabelle unsichtbar waren — fehlende Devisenkurse, veraltete Bewertungen, Feed-Fehler nach Schweregrad.
Was eine Tabelle nie enthielt — Beteiligungsverhältnisse, UBO-Beurteilung, Fristen, Audit-Trail — ist im Datenmodell vorgesehen und muss nicht improvisiert werden.
