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SEO

Was ist hreflang?

Kurzdefinition

hreflang ist eine Auszeichnung, mit der eine Website Suchmaschinen mitteilt, welche Sprach- oder Länderversionen einer Seite existieren. Sie verhindert, dass Sprachvarianten als Duplikate gewertet werden, und steuert, welche Version welchem Publikum ausgeliefert wird.

hreflang ist eine Auszeichnung, mit der eine Website Suchmaschinen mitteilt, welche Sprach- oder Länderversionen einer Seite existieren und welche für welches Publikum gedacht ist. Sie steht entweder im Kopfbereich der Seite, in der Sitemap oder im HTTP-Header — welcher Weg gewählt wird, ist eine technische Entscheidung ohne inhaltliche Folge, solange er konsistent bleibt.

Welches Problem sie löst

Zwei Versionen derselben Seite in verschiedenen Sprachen sind für eine Suchmaschine zunächst zwei Seiten mit sehr ähnlichem Aufbau. Ohne Hinweis kann sie sie als Duplikate behandeln und eine davon aus dem Index nehmen. hreflang beseitigt diese Unklarheit: Es erklärt, dass es sich um Varianten derselben Sache für unterschiedliche Zielgruppen handelt. Der zweite Zweck ist die Auslieferung — die passende Version soll dem passenden Publikum angezeigt werden.

Reziprozität ist Pflicht

Die wichtigste Regel lautet, dass hreflang wechselseitig sein muss. Wenn Seite A auf Seite B als Sprachvariante verweist, muss B ebenso auf A verweisen. Fehlt der Rückverweis, wird die Angabe in der Regel ignoriert — nicht teilweise, sondern ganz. Ausserdem muss jede Seite sich selbst mit aufführen. Diese Selbstreferenz wird häufig vergessen und ist einer der häufigsten Gründe, warum eine sonst korrekte Auszeichnung wirkungslos bleibt.

Was x-default leistet

Der Wert x-default kennzeichnet die Version, die ausgeliefert werden soll, wenn keine der ausgezeichneten Sprachen zum Nutzer passt. Er ist keine Pflichtangabe, aber in fast allen Fällen sinnvoll: Ohne ihn entscheidet die Suchmaschine selbst, welche Variante ein Nutzer aus einem nicht abgedeckten Sprachraum sieht. Üblicherweise zeigt x-default auf die englische Version oder auf eine Sprachauswahlseite.

Die häufigsten Fehler

Vier Fehler dominieren. Erstens fehlende Reziprozität, wie oben beschrieben. Zweitens Verweise auf Seiten, die nicht mehr existieren oder auf noindex stehen — eine als Alternative ausgezeichnete Seite muss erreichbar und indexierbar sein. Drittens falsche Sprachcodes: Es gelten die etablierten Sprach- und Regionalcodes, und eine erfundene oder vertauschte Kombination wird ignoriert. Und viertens die Vermischung mit dem Canonical: Jede Sprachversion muss auf sich selbst kanonisieren, nicht auf die Hauptsprache.

Ehrlichkeit schlägt Vollständigkeit

Eine häufige Fehlannahme ist, dass eine Website möglichst viele Sprachversionen ausweisen sollte. Richtig ist das Gegenteil: hreflang darf nur Versionen nennen, die tatsächlich in dieser Sprache existieren. Eine automatisch übersetzte oder gar nicht vorhandene Variante auszuzeichnen, schadet mehr, als sie nützt. Wo ein Inhalt nur in einer Sprache existiert, ist es korrekt und unproblematisch, auch nur diese eine auszuzeichnen.

Praktische Konsequenz

Vor jedem Deployment lohnt eine automatisierte Prüfung: Existiert jede ausgezeichnete Alternative, ist sie indexierbar, verweist sie zurück, und stimmt der Canonical der Seite mit ihrer eigenen URL überein? Diese vier Fragen decken den grössten Teil der hreflang-Fehler ab, die in der Search Console später auftauchen.

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