AI-Act-Software oder Beratung? Was wann passt
Aktualisiert: 2026-09
Ein Werkzeug macht die Einordnung wiederholbar und günstig, auch über viele Systeme hinweg. Beratung bringt Urteilsvermögen in echten Grenzfällen. Für die Bestandsaufnahme und die klaren Fälle genügt das Werkzeug; für Hochrisiko-Systeme und strittige Einordnungen braucht es beides.
Diese Frage wird meist als Alternative gestellt und ist eine Frage der Reihenfolge. Der grösste Teil der Arbeit am AI Act besteht aus Bestandsaufnahme und Einordnung vieler Systeme — eine wiederkehrende, strukturierte Tätigkeit, für die ein Werkzeug gebaut ist.
Was ein Werkzeug nicht leisten kann, ist die Beurteilung eines echten Grenzfalls. Ob ein bestimmtes System unter Anhang III fällt, ist gelegentlich eine Auslegungsfrage — und dort ersetzt kein Fragebogen ein Urteil.
| Kriterium | Innopulse | Alternative |
|---|---|---|
| Kosten pro System | Gering, skaliert mit der Zahl | Pro Fall, steigt mit der Zahl |
| Wiederholbarkeit | Jederzeit, auch für neue Systeme | Neuer Auftrag pro Fall |
| Grenzfälle | Strukturierte Einordnung, kein Urteil | Urteilsvermögen und Erfahrung |
| Nachweis | Exportierbarer Report auf Knopfdruck | Gutachten oder Bericht |
| Aktualität | Wird laufend gepflegt | Stand zum Zeitpunkt des Auftrags |
| Interne Kompetenz | Wächst durch die eigene Nutzung | Bleibt beim Berater, wenn keine Übergabe erfolgt |
Wann eine Alternative besser passt
Es geht um wenige, aber komplexe Hochrisiko-Systeme mit echten Auslegungsfragen.
Eine Aufsichtsprüfung oder ein Vorfall steht konkret im Raum.
Es braucht ein unabhängiges Urteil, das gegenüber Dritten trägt.
Häufige Fragen
Ersetzt das Werkzeug eine Rechtsberatung?
Nein. Es liefert strukturierte Einordnung, Dokumentation und Nachweis. Juristische Grenzfragen gehören zur Rechtsberatung — das halten wir bewusst getrennt.
Womit sollten wir beginnen?
Mit dem Bestand. Ohne Verzeichnis der eingesetzten KI-Systeme lässt sich weder der Beratungsbedarf noch der Aufwand seriös abschätzen.
Wann lohnt sich Beratung zusätzlich?
Sobald ein System klar in den Hochrisiko-Bereich fällt oder die Einordnung strittig ist. Dann ist die Frage nicht mehr Struktur, sondern Auslegung.
Können wir beides kombinieren?
Das ist der Normalfall: Werkzeug für Bestand, Einordnung und Nachweis, Beratung für die wenigen Fälle, in denen es auf ein Urteil ankommt.
AI Risk Check
Die Bestandsaufnahme ist bei fast allen Unternehmen der erste und grösste Schritt — und genau die Aufgabe, die ein Werkzeug billiger und wiederholbar macht.
Team-Workspaces verteilen die Erhebung auf die Fachbereiche, statt sie einer Person oder einem Berater aufzuladen.
Der Free-Plan erlaubt den Einstieg ohne Investitionsentscheidung — sinnvoll, weil erst der Bestand zeigt, wie viel Beratung überhaupt nötig ist.
