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Innopulse Consulting
Für: Treuhänder und Trust-Anbieter

FLIORE für Treuhänder: Nachweisführung als tägliche Arbeit

Aktualisiert: 2026-09

Kurz gesagt

Für Treuhänder ist nicht die durchgeführte Kontrolle massgeblich, sondern die dokumentierte. Der Alltag besteht deshalb aus Nachweisführung — und genau die ist in Mailordnern und Laufwerken am schlechtesten aufgehoben.

Treuhandmandate unterscheiden sich von reiner Vermögensverwaltung dadurch, dass die ordnungsgemässe Führung selbst der Leistungsgegenstand ist. Ein Treuhänder verwaltet nicht nur Werte, sondern trägt Verantwortung für Struktur, Dokumentation und die Einhaltung von Pflichten über die Zeit.

Das verschiebt den Massstab. Nicht die durchgeführte Kontrolle zählt gegenüber einer Aufsicht oder Revision, sondern die belegbare. Wer eine periodische Überprüfung durchgeführt, aber nicht dokumentiert hat, steht schlechter da als jemand, dessen Ablauf lückenlos nachvollziehbar ist.

In der Praxis liegt genau diese Nachweisführung verteilt: das Onboarding-Dossier auf einem Laufwerk, die Korrespondenz im Postfach, die Fristenliste in einer Tabelle, die Rechnungsstellung in einem separaten System. Jeder Bruch zwischen diesen Systemen ist eine Stelle, an der ein Nachweis verloren geht.

So geht’s

  1. 01

    Mandat und Struktur als Einheit anlegen

    Personen, Gesellschaften, Trusts und Stiftungen mit ihren Verknüpfungen erfassen, damit die Struktur nicht in einem Organigramm ausserhalb des Systems lebt.

  2. 02

    Onboarding als dokumentierten Ablauf führen

    Die Aufnahme eines Mandats mit den zugehörigen Nachweisen im System abwickeln statt im Mailverkehr — der Audit-Trail entsteht dabei von selbst.

  3. 03

    Wirtschaftlich Berechtigte nach ihrer Jurisdiktion beurteilen

    Für jeden wirtschaftlich Berechtigten die massgebliche Jurisdiktion und die daraus folgende Beurteilung festhalten, inklusive Prüfung auf politisch exponierte Personen.

  4. 04

    Periodische Überprüfungen an das Mandat binden

    Fällige Kontrollen pro Mandat sichtbar machen, damit sie nicht von einer separat gepflegten Fristenliste abhängen.

  5. 05

    Dokumente versioniert und mandatsgebunden ablegen

    Statuten, Beschlüsse, Verträge und Nachweise im verschlüsselten Tresor halten, mit Versionierung und selektivem Mandantenzugriff.

  6. 06

    Honorarabrechnung aus demselben System erzeugen

    Kundenrechnungen mit MWST pro Rechnung, flexiblen Empfängern und Schweizer QR-Referenz dort erstellen, wo das Mandat geführt wird.

Warum es hier passt

Der durchgehende Audit-Trail ist für Treuhänder der Kern und nicht eine Zusatzfunktion — er beantwortet die Frage, die eine Revision tatsächlich stellt.

Die UBO-Beurteilung nach der Jurisdiktion des jeweiligen Berechtigten adressiert genau den Punkt, an dem grenzüberschreitende Treuhandstrukturen fehleranfällig sind.

Onboarding, Kontrollen, Dokumente und Fakturierung liegen in einem System; jeder vermiedene Systembruch ist eine Stelle weniger, an der ein Nachweis verloren geht.

Häufige Fragen

Ersetzt FLIORE die rechtliche Beurteilung?

Nein. FLIORE ist Entscheidungsunterstützung für die verantwortliche Compliance-Funktion, keine Rechtsberatung. Die Beurteilung und die Verantwortung bleiben beim Treuhänder.

Wie hilft der Audit-Trail konkret?

Er hält fest, wer wann was geändert hat. Für eine Revision oder Aufsichtsprüfung ist das der Unterschied zwischen einer Behauptung und einem Nachweis.

Deckt FLIORE Trusts und Stiftungen ab?

Ja. Personen, Gesellschaften, Trusts und Stiftungen werden als verknüpfte Entitäten mit Look-through-Konsolidierung abgebildet.

Wie werden politisch exponierte Personen behandelt?

FLIORE zeigt pro Mandat, wer als politisch exponierte Person erhöhte Sorgfalt erfordert. Die daraus folgenden Massnahmen liegen beim verantwortlichen Treuhänder.

Können Mandanten selbst Dokumente einsehen?

Ja, über selektiven Zugriff im Kundenbereich. Das ersetzt den Versand von Dateien und hält die Freigabe nachvollziehbar.

Arbeiten Sie an etwas Ähnlichem?

FLIORE

Der durchgehende Audit-Trail ist für Treuhänder der Kern und nicht eine Zusatzfunktion — er beantwortet die Frage, die eine Revision tatsächlich stellt.

Die UBO-Beurteilung nach der Jurisdiktion des jeweiligen Berechtigten adressiert genau den Punkt, an dem grenzüberschreitende Treuhandstrukturen fehleranfällig sind.

Onboarding, Kontrollen, Dokumente und Fakturierung liegen in einem System; jeder vermiedene Systembruch ist eine Stelle weniger, an der ein Nachweis verloren geht.