Was kostet ein externer Datenschutzberater?
Aktualisiert: 2026-10
Die Kosten einer externen Datenschutzberatung hängen weniger von der Firmengrösse ab als von Datenarten, anwendbarem Recht, Zahl der Systeme und Auftragsbearbeiter, Volumen von Anfragen und Vorfällen und dem Stand der Dokumentation. Üblich ist eine Aufbauphase mit festem Umfang und danach eine laufende Betreuung mit klar definiertem Leistungsumfang.
Ob ein Unternehmen eine externe Datenschutzberatung braucht und was sie kostet, lässt sich nicht pauschal beantworten. In der Schweiz ist die Bezeichnung einer Datenschutzberatung für private Unternehmen freiwillig, unter der DSGVO kann ein Datenschutzbeauftragter Pflicht sein, und in Deutschland greift zusätzlich die 20-Personen-Regel. Die rechtliche Ausgangslage bestimmt den Umfang.
Den grössten Einfluss auf die Kosten hat aber der Ausgangszustand: Ein Unternehmen mit aktuellem Bearbeitungsverzeichnis, geregelten Verträgen und geübten Abläufen braucht laufend wenig Unterstützung. Eines ohne diese Grundlagen braucht zuerst eine Aufbauphase.
Was den Preis bestimmt
Datenarten
Wer besonders schützenswerte Daten bearbeitet — Gesundheit, Strafverfahren, Finanzen von Privatpersonen —, braucht mehr Abklärung, häufiger Folgenabschätzungen und strengere Massnahmen als ein Unternehmen mit reinen Geschäftskontakten.
Anwendbares Recht
Nur DSG oder zusätzlich DSGVO, eventuell mit Pflicht zu Datenschutzbeauftragtem oder EU-Vertreter: Jede weitere Rechtsordnung erweitert Dokumentation, Meldewege und Informationspflichten.
Systeme und Auftragsbearbeiter
Jedes Werkzeug mit Personendaten braucht Einordnung, Vertrag und gegebenenfalls Prüfung der Auslandbekanntgabe. Viele Werkzeuge mit Drittstaatsbezug erhöhen den Aufwand deutlich.
Anfragen und Vorfälle
Auskunftsbegehren, Löschanfragen und Datenpannen verursachen laufenden Aufwand. Unternehmen mit vielen Endkunden haben typischerweise mehr Anfragen als reine B2B-Anbieter.
Interner Ansprechpartner
Eine interne Person, die koordiniert und Informationen liefert, senkt den externen Aufwand erheblich. Ohne sie muss die externe Beratung vieles selbst zusammensuchen.
Dokumentationsstand
Fehlen Bearbeitungsverzeichnis, TOM-Beschreibung oder aktuelle Verträge, entsteht zunächst ein Aufbauaufwand, bevor die laufende Betreuung schlank werden kann.
Wie wir abrechnen
- 01
Aufbau mit festem Umfang
Bestandsaufnahme, Bearbeitungsverzeichnis, Verträge, Datenschutzerklärung und Abläufe für Anfragen und Vorfälle als abgeschlossenes Projekt zu einem vorab vereinbarten Preis.
- 02
Laufende Betreuung
Ein monatlicher Rahmen mit definiertem Leistungsumfang, etwa Beratung bei neuen Werkzeugen, Prüfung von Verträgen, Unterstützung bei Anfragen und jährliche Überprüfung.
- 03
Nach Bedarf
Für Unternehmen mit guter Grundlage und wenig Veränderung: Unterstützung bei konkreten Fragen, abgerechnet nach Aufwand.
Wir nennen bewusst keine Online-Preise: Jeder Fall ist anders. Sie erhalten nach einem kurzen Erstgespräch einen verbindlichen Fixpreis oder klaren Rahmen.
Übergeordnete Leistung: Datenschutzberatung
Passende Angebote
revDSG-Umsetzung für KMU: vom Ist-Zustand zum Nachweis
Ein abgegrenztes Paket, das ein Schweizer KMU von der Unsicherheit zum dokumentierten Stand bringt: Datenflüsse und Dienstleister erfassen, Pflichten bestimmen, Verträge und Auslandübermittlungen prüfen, Datenschutzerklärung-Grundlage liefern und klare Abläufe für Datenschutzverletzungen und Auskunftsbegehren festlegen.
Datenpannen-Readiness: Playbook, Meldeprozess und Übung
Mit der Datenpannen-Readiness erhalten Sie ein einsatzbereites Playbook: benannte Rollen und Notfallkontakte, eine Entscheidungsmatrix pro System für die Meldepflichten nach DSG und DSGVO, Vorlagen für Behörden, Betroffene und Kunden, ein Vorfallregister und eine geleitete Übung. Im Ernstfall entscheiden Sie in Minuten statt Stunden.
Häufige Fragen
Brauchen Schweizer KMU überhaupt eine Datenschutzberatung?
Eine Pflicht besteht für private Unternehmen nach DSG nicht. Sinnvoll ist sie bei sensiblen Daten, vielen Werkzeugen oder EU-Bezug. Eine bezeichnete Datenschutzberatung kann zudem bei Folgenabschätzungen mit hohem Restrisiko die Konsultation des EDÖB ersetzen.
Warum nennen Sie keine Pauschale?
Weil derselbe Preis für ein Unternehmen mit sauberer Grundlage zu hoch und für eines ohne Dokumentation zu tief wäre. Ein kurzes Erstgespräch klärt den Ausgangszustand und ergibt einen verbindlichen Rahmen.
Kann eine interne Person die Rolle übernehmen?
Ja, wenn sie über Fachwissen, Zeit und Unabhängigkeit verfügt und keine Interessenkonflikte hat. Häufig ist eine Kombination aus interner Koordination und externer Beratung am wirtschaftlichsten.
