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Innopulse Consulting

Für SaaS-Anbieter mit Geschäftskunden im DACH-Raum

Aktualisiert: 2026-09

Kurz gesagt

Ab einer bestimmten Kundengrösse entscheidet nicht mehr das Produkt, sondern der Beschaffungsprozess. Datenresidenz, Auftragsverarbeitungskette, Mandantentrennung, Protokollierung und Anbindung an die Identitätsverwaltung des Kunden werden geprüft, bevor über Funktionen gesprochen wird.

Ein SaaS-Produkt, das bei kleinen Kunden funktioniert, stösst beim ersten grösseren Kunden auf eine andere Art von Prüfung. Der Fragebogen kommt vor dem Vertrag, und er prüft nicht, ob das Produkt gut ist, sondern ob das Unternehmen dahinter tragfähig ist.

Das Unangenehme daran: Die Antworten hängen an Entscheidungen, die lange vorher gefallen sind — Datenmodell, Hosting-Region, Wahl der Dienstleister. Nachträglich sind sie teuer.

Die Fragen, die in dieser Rolle wiederkehren

Wo liegen unsere Daten wirklich?

Diese Frage hat sechs Teile, nicht einen: Hauptdatenbank, Sicherungen, Protokolle, Suchindizes, Analysewerkzeuge und die Werkzeuge, mit denen Ihr Support arbeitet. Beschaffungsfragebogen fragen genau danach.

Ist unsere Mandantentrennung belastbar?

Belastbar ist sie, wenn sie in der Datenbank erzwungen wird und nicht in der Anwendung gefiltert. Der Unterschied entscheidet darüber, ob ein einzelner vergessener Filter zu einem Vorfall führt oder zu einem leeren Bildschirm.

Was gehört in unsere Unterauftragsverarbeiter-Liste?

Jeder Dienst mit Zugriff auf Kundendaten — auch Fehlererfassung, Überwachung, E-Mail-Versand, Support-Werkzeuge und Schnittstellen zu Sprachmodellen. Diese Liste ist bei den meisten Anbietern unvollständig und gehört öffentlich einsehbar.

Brauchen wir Anmeldung über die Identitätsverwaltung des Kunden?

Ab einer bestimmten Kundengrösse ist das Standard und taucht im Fragebogen auf, bevor über den Vertrag gesprochen wird. Mit einem verwalteten Anbieter ist es eine Konfiguration, in Eigenbau ein Projekt.

Unsere Kunden wollen auf Rechnung zahlen. Was heisst das?

Dass ein Produkt mit ausschliesslicher Kartenzahlung diese Kunden ausschliesst, ohne dass es sichtbar wird — der Abbruch passiert vor der Registrierung. Hinzu kommen Anforderungen an Rechnungsformate, in der Schweiz die QR-Rechnung.

Womit wir helfen

  • Wir betreiben selbst SaaS-Produkte im DACH-Raum. Die Fragen zu Mehrwertsteuer, Datenresidenz, Mandantentrennung und Rechnungsstellung sind uns nicht aus der Literatur vertraut.
  • Wir bereiten die Antworten auf Beschaffungsfragebogen vor, bevor der erste eintrifft. Diese Vorbereitung deckt regelmässig die eigenen Lücken auf — das ist ihr eigentlicher Wert.
  • Wir prüfen die Punkte, an denen ein Wachstumspfad bricht: Mandantentrennung, Verbindungsverwaltung, Löschbarkeit über alle Speicherorte.

Wann wir nicht die richtige Adresse sind

  • Wenn Sie ausschliesslich an Privatpersonen verkaufen, sind die hier beschriebenen Beschaffungsanforderungen für Sie nicht relevant.
  • Wenn Sie eine Zertifizierung nach einer bestimmten Norm anstreben, braucht es für die Prüfung selbst eine akkreditierte Stelle.
  • Wenn Sie zusätzliche Entwicklungskapazität für die laufende Produktarbeit suchen, ist ein spezialisiertes Team der geeignetere Partner.

Häufige Fragen

Wann sollten wir uns um Beschaffungsanforderungen kümmern?

Bevor der erste Fragebogen eintrifft. Danach steht man unter Zeitdruck gegenüber einem Kunden, den man gewinnen möchte — die schlechteste Ausgangslage für Architekturänderungen.

Reicht Hosting in der EU?

Als ein Baustein ja, als Antwort nein. Rechtsgrundlagen, Betroffenenrechte, Löschkonzept und Unterauftragskette sind davon unabhängig zu erfüllen.

Wir haben eine KI-Funktion eingebaut. Was ändert sich?

Der Anbieter des Modells gehört in die Auftragsverarbeitungskette, und je nach Ausgestaltung greifen Transparenzpflichten. Zu prüfen ist ausserdem, ob Eingaben für das Training des Anbieters verwendet werden.

LM
Fachlich verantwortet von
Founder & CEO · MSc Innovation Management (FFHS) · Autor von «Identity Over Discipline»
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