Die XML-Sitemap ist eines der einfachsten technischen SEO-Elemente und eines der am häufigsten falsch gepflegten. Sie ersetzt keine interne Verlinkung, hilft Suchmaschinen aber, alle wichtigen Seiten zu finden und Änderungen zu bemerken.
Was hineingehört
Nur URLs, die indexiert werden sollen: erreichbar mit Status 200, nicht auf noindex, kanonisch auf sich selbst verweisend. Weiterleitungen, Fehlerseiten, noindex-Seiten und Duplikate gehören nicht hinein. Bei mehrsprachigen Websites können Sprachversionen in der Sitemap über hreflang-Angaben verknüpft werden, alternativ im Seitenkopf. Den Zusammenhang mit der Aufnahme in den Index beschreibt der Eintrag zur Indexierung.
Grenzen und Sitemap-Index
Eine einzelne Sitemap-Datei darf höchstens 50 000 URLs enthalten und unkomprimiert höchstens 50 MB gross sein. Grössere Websites teilen ihre URLs auf mehrere Sitemaps auf und verweisen in einem Sitemap-Index darauf. Eine thematische Aufteilung, etwa nach Seitentyp, hat einen Nebeneffekt: In der Search Console lässt sich pro Sitemap sehen, wie viele URLs indexiert sind.
lastmod, priority und changefreq
Google verwendet das Änderungsdatum lastmod, wenn es durchgängig zuverlässig ist, also nur bei tatsächlichen inhaltlichen Änderungen gesetzt wird. Ein lastmod, das bei jedem Build auf das aktuelle Datum springt, verliert seinen Wert. Die Angaben priority und changefreq ignoriert Google. Wer lastmod ehrlich pflegt, gibt Suchmaschinen ein nützliches Signal für das erneute Crawlen.
Einreichen
Die Sitemap wird in der robots.txt verlinkt und in der Search Console eingereicht. Nach grösseren Änderungen lohnt es sich, sie neu einzureichen. Für Bing und weitere Suchmaschinen kann IndexNow Änderungen zusätzlich schneller melden.
Typische Fehler
noindex-Seiten in der Sitemap, die widersprüchliche Signale senden. Alte URLs, die nach einem Relaunch weitergeleitet werden. Sprachversionen, die es nicht gibt. Ein lastmod ohne Bezug zu echten Änderungen. Und Sitemaps, die nicht mit dem tatsächlichen Seitenbestand übereinstimmen. Auf innopulse.io prüft ein automatisiertes Audit nach jedem Build, dass jede Sitemap-URL existiert, indexierbar ist und eine korrekte Canonical hat. Die Grundlagen beschreibt unsere Checkliste zur technischen SEO-Prüfung.
