Das revidierte Schweizer Datenschutzgesetz (revDSG) trat am 1. September 2023 in Kraft. Es lehnt sich stark an die DSGVO an, weicht aber in wichtigen Punkten ab. Unternehmen, die in der Schweiz und der EU tätig sind, müssen beide Regime parallel verstehen. Die Ähnlichkeit täuscht — Umsetzungsdetails differieren.
Dieser Leitfaden erklärt in sieben Abschnitten das regulatorische, technische und operative Bild rund um Vergleich DSGVO und Schweizer revDSG: was die Anforderungen konkret sind, wer wann betroffen ist, wie Sie implementieren — und was typische Fehler sind, die DACH-Unternehmen machen.
Zwei Regelwerke, ein Unternehmen
Das revidierte Schweizer Datenschutzgesetz (revDSG) trat am 1. September 2023 in Kraft. Es lehnt sich stark an die DSGVO an, weicht aber in wichtigen Punkten ab. Unternehmen, die in der Schweiz und der EU tätig sind, müssen beide Regime parallel verstehen. Die Ähnlichkeit täuscht — Umsetzungsdetails differieren. Die praktische Frage ist: Wen trifft das konkret, und ab wann? Im Bereich Vergleich DSGVO und Schweizer revDSG ist die Antwort selten binär — es gibt einen Anwendungsbereich, in dem die vollen Anforderungen greifen, und Grenzfälle, die Einzelfallprüfung brauchen.
Die folgenden Punkte umreissen den harten Kern dessen, was zu wissen ist:
- revDSG deckt nur natürliche Personen — DSGVO dasselbe
- revDSG kennt kein explizites Recht auf Datenübertragbarkeit wie DSGVO
- Sanktionen: CHF 250'000 (revDSG) vs. 20 Mio. EUR / 4% (DSGVO)
- DSB-Pflicht: weniger streng in revDSG als in DSGVO
Die Unterschiede, die im Alltag zählen
Die folgenden Punkte sind der operative Kern von Vergleich DSGVO und Schweizer revDSG — das, was tatsächlich in Prozessen, Verträgen und Systemen abgebildet sein muss. Jeder Punkt hat Implementierungskonsequenzen, die über reine Compliance hinausgehen und die Geschäftspraxis formen.
- revDSG deckt nur natürliche Personen — DSGVO dasselbe
- revDSG kennt kein explizites Recht auf Datenübertragbarkeit wie DSGVO
- Sanktionen: CHF 250'000 (revDSG) vs. 20 Mio. EUR / 4% (DSGVO)
- DSB-Pflicht: weniger streng in revDSG als in DSGVO
- Bearbeitungsverzeichnis Artikel 12 revDSG ähnlich DSGVO Artikel 30
- Meldepflicht Datenpannen: 72h (DSGVO) vs. „so rasch als möglich" (revDSG)
Was doppelt zu erfüllen ist und was nicht
Von der Theorie zur Umsetzung: Vergleich DSGVO und Schweizer revDSG erfordert meist mehrere parallele Workstreams. Ein typischer Projektplan sieht drei Phasen:
Bekanntgabe ins Ausland in beide Richtungen
In der Schweiz, Deutschland und Österreich gelten teilweise unterschiedliche Regeln und Marktrealitäten. Für Vergleich DSGVO und Schweizer revDSG bedeutet das konkret:
Eine Umsetzung, die beides trägt
Wer mit Vergleich DSGVO und Schweizer revDSG beginnen will, hat einen klaren nächsten Schritt: eine strukturierte Gap-Analyse zwischen Ist- und Soll-Zustand. Der Aufwand hängt davon ab, wie viele Systeme betroffen sind und wie gut der Ist-Zustand dokumentiert ist; Gespräche mit den Fachbereichen machen dabei den grösseren Teil aus.

