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EU AI Act

EU AI Act Konformitätsbewertung: CE-Kennzeichnung für Hochrisiko-KI

Artikel 43 verlangt eine Konformitätsbewertung vor dem Inverkehrbringen. Modul A (Interne Kontrolle) vs. Modul H1 (Qualitätsmanagementsystem). Der Prozess in Detail.

Leutrim Miftaraj
Leutrim Miftaraj
Gründer & CEO
·3 min Lesezeit

Artikel 43 EU AI Act regelt, wie Hochrisiko-KI-Systeme vor Marktzugang bewertet werden. Das System folgt der klassischen EU-Produktsicherheits-Logik: interne Kontrolle (Modul A) ist der Standard, für bestimmte Systeme (z.B. biometrische Identifikation) ist eine Benannte Stelle einzubeziehen. Nach bestandener Konformität folgt CE-Kennzeichnung und Registrierung in der EU-Datenbank.

Dieser Leitfaden erklärt in sieben Abschnitten das regulatorische, technische und operative Bild rund um Konformitätsbewertung nach Artikel 43 EU AI Act: was die Anforderungen konkret sind, wer wann betroffen ist, wie Sie implementieren — und was typische Fehler sind, die DACH-Unternehmen machen.

Was eine Konformitätsbewertung verlangt

Artikel 43 EU AI Act regelt, wie Hochrisiko-KI-Systeme vor Marktzugang bewertet werden. Das System folgt der klassischen EU-Produktsicherheits-Logik: interne Kontrolle (Modul A) ist der Standard, für bestimmte Systeme (z.B. biometrische Identifikation) ist eine Benannte Stelle einzubeziehen. Nach bestandener Konformität folgt CE-Kennzeichnung und Registrierung in der EU-Datenbank. Die praktische Frage ist: Wen trifft das konkret, und ab wann? Im Bereich Konformitätsbewertung nach Artikel 43 EU AI Act ist die Antwort selten binär — es gibt einen Anwendungsbereich, in dem die vollen Anforderungen greifen, und Grenzfälle, die Einzelfallprüfung brauchen.

Die folgenden Punkte umreissen den harten Kern dessen, was zu wissen ist:

- Modul A: Interne Kontrolle durch Anbieter selbst (Regel)
- Modul H1: QMS + Benannte Stelle bei bestimmten Annex-III-Systemen
- CE-Kennzeichnung nach erfolgreicher Konformitätsbewertung
- EU-Konformitätserklärung gemäss Anhang V

Interne Kontrolle oder Benannte Stelle

Die folgenden Punkte sind der operative Kern von Konformitätsbewertung nach Artikel 43 EU AI Act — das, was tatsächlich in Prozessen, Verträgen und Systemen abgebildet sein muss. Jeder Punkt hat Implementierungskonsequenzen, die über reine Compliance hinausgehen und die Geschäftspraxis formen.

  • Modul A: Interne Kontrolle durch Anbieter selbst (Regel)
  • Modul H1: QMS + Benannte Stelle bei bestimmten Annex-III-Systemen
  • CE-Kennzeichnung nach erfolgreicher Konformitätsbewertung
  • EU-Konformitätserklärung gemäss Anhang V
  • Technische Dokumentation nach Anhang IV Pflicht
  • Registrierung in EU-Datenbank nach Artikel 49

Technische Dokumentation, Erklärung und Kennzeichnung

Von der Theorie zur Umsetzung: Konformitätsbewertung nach Artikel 43 EU AI Act erfordert meist mehrere parallele Workstreams. Ein typischer Projektplan sieht drei Phasen:

Der Anschluss an bestehendes Produktrecht

In der Schweiz, Deutschland und Österreich gelten teilweise unterschiedliche Regeln und Marktrealitäten. Für Konformitätsbewertung nach Artikel 43 EU AI Act bedeutet das konkret:

Den Aufwand realistisch einplanen

Wer mit Konformitätsbewertung nach Artikel 43 EU AI Act beginnen will, hat einen klaren nächsten Schritt: eine strukturierte Gap-Analyse zwischen Ist- und Soll-Zustand. Der Aufwand hängt davon ab, wie viele Systeme betroffen sind und wie gut der Ist-Zustand dokumentiert ist; Gespräche mit den Fachbereichen machen dabei den grösseren Teil aus.

Über den Autor
Leutrim Miftaraj
Leutrim Miftaraj
Gründer & CEO · Innopulse Consulting

Gründer und leitender Ingenieur von Innopulse Consulting. MSc Innovation Management (FFHS). Autor von „Identity Over Discipline".

Topics
konformitätsbewertung kice kennzeichnung aiartikel 43 ai actqms ki
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