Checkliste: Website-Relaunch für Kanzleien und Treuhänder
Für: Kanzleien, Notariate, Treuhand- und Revisionsunternehmen, Family Offices
Aktualisiert: 2026-10
Ein Kanzlei-Relaunch gelingt, wenn Fachgebiete und Personen klar strukturiert, alte Adressen sauber weitergeleitet, Inhalte berufsrechtlich sachlich, das Kontaktformular vertraulich gestaltet, strukturierte Daten und lokale Angaben korrekt und Indexierung sowie Anfragen nach dem Go-live gemessen werden.
Ein Website-Relaunch ist für Kanzleien und Treuhandbüros eine Chance und ein Risiko zugleich. Eine neue Website kann Vertrauen und Auffindbarkeit deutlich verbessern. Ohne Sorgfalt gehen aber über Jahre aufgebaute Rankings, Verlinkungen und Einträge verloren.
Diese Checkliste ergänzt die allgemeine Relaunch-Checkliste um die Punkte, die für beratende Berufe mit Geheimhaltungspflicht besonders zählen. Jeder Schritt nennt, woran man erkennt, dass er erledigt ist.
Die Checkliste
- 01
Ziele und Zielgruppen klären
Festhalten, welche Mandanten erreicht werden sollen, welche Fachgebiete im Vordergrund stehen und in welchen Sprachen die Website erscheint. Daraus folgt die Struktur.
Erledigt, wenn: Zielgruppen, priorisierte Fachgebiete und Sprachen sind schriftlich festgehalten.
- 02
Bestand erfassen und Weiterleitungen planen
Alle bestehenden Adressen erfassen, besonders Seiten mit Besuchern oder externen Verlinkungen, und jeder Adresse eine neue Zielseite zuordnen. Ohne Weiterleitungen gehen Rankings und Verlinkungen verloren.
Erledigt, wenn: Eine vollständige Liste alter Adressen mit Zielseite liegt vor und ist vor dem Go-live umgesetzt.
- 03
Fachgebietsseiten und Personenprofile
Für jedes Fachgebiet eine eigene Seite mit verständlicher Beschreibung und typischen Fragen; für jede Berufsperson ein Profil mit Fachgebieten, Zulassungen, Ausbildung und Sprachen.
Erledigt, wenn: Jedes priorisierte Fachgebiet und jede Berufsperson hat eine eigene, abgestimmte Seite.
- 04
Berufsrechtlich sachlich formulieren
Inhalte objektiv und informativ halten, ohne Erfolgsversprechen oder reisserische Vergleiche. Titel, Zulassungen und Fachanwaltstitel korrekt angeben. Die berufsrechtliche Beurteilung bleibt bei der Kanzlei.
Erledigt, wenn: Alle Texte sind von den verantwortlichen Partnern freigegeben.
- 05
Kontaktformular vertraulich gestalten
Übertragung verschlüsselt, keine unnötigen Pflichtfelder, ein Hinweis, keine vertraulichen Details vor der Mandatsannahme und Konfliktprüfung zu senden, und eine Verarbeitung, die keine Anfragen an Werbe- oder Analysedienste weitergibt.
Erledigt, wenn: Das Formular verlangt nur notwendige Angaben, enthält den Hinweis und gibt Anfragen nicht an Dritte für Werbung weiter.
- 06
Datenschutz und Tracking
Eine Datenschutzerklärung nach revDSG, die die tatsächlichen Dienste nennt, und Verzicht auf Tracking-Werkzeuge, die für eine Kanzlei-Website nicht nötig sind.
Erledigt, wenn: Die Datenschutzerklärung entspricht den eingesetzten Diensten, und es laufen keine unnötigen Tracking-Skripte.
- 07
Strukturierte Daten und lokale Angaben
Strukturierte Daten für die Kanzlei, etwa als LegalService oder AccountingService, und für die Personen; Name, Adresse und Telefon überall identisch; Google-Unternehmensprofil und Verzeichniseinträge auf die neue Website ausrichten.
Erledigt, wenn: Strukturierte Daten sind gültig, und alle Einträge zeigen dieselben Angaben und die neue Website.
- 08
Go-live und Messung
Nach dem Go-live Weiterleitungen stichprobenartig prüfen, Sitemap in der Search Console einreichen, wichtige Seiten zur Indexierung beantragen und Indexierung sowie Anfragen in den ersten Wochen beobachten.
Erledigt, wenn: Sitemap ist eingereicht, Weiterleitungen sind geprüft, und Indexierung wird beobachtet.
Häufige Fehler
- —Alte Adressen ohne Weiterleitung, wodurch Rankings und externe Verlinkungen verloren gehen.
- —Ein One-Pager statt Fachgebietsseiten, der für konkrete Fragen nicht gefunden wird.
- —Ein Kontaktformular, das vertrauliche Details abfragt, bevor eine Konfliktprüfung möglich war.
- —Tracking- und Werbeskripte, die Anfragen von Mandanten an Dritte weitergeben.
- —Google-Unternehmensprofil und Verzeichnisse, die nach dem Relaunch noch auf alte Seiten zeigen.
Was diese Checkliste nicht abdeckt
- —Diese Checkliste ist keine Rechtsberatung. Die berufsrechtliche Beurteilung der Inhalte bleibt bei der Kanzlei.
- —Sie ersetzt nicht die allgemeine technische Relaunch-Prüfung, sondern ergänzt sie um branchenspezifische Punkte.
- —Für Websites in mehreren Sprachen kommen Anforderungen an Sprachversionen und deren technische Verknüpfung hinzu.
- —Sie gibt den Stand vom Oktober 2026 wieder.
Übergeordnete Leistung: Website-Entwicklung
Passende Angebote
Website für Kanzleien, Treuhänder und Family Offices: vertrauenswürdig, schnell, auffindbar
Kanzleien, Treuhänder und Family Offices brauchen keine laute Website, sondern eine vertrauenswürdige: klar beschriebene Fachgebiete und Personen, sachliche Sprache, schnelle und sichere Technik, Auffindbarkeit in Suchmaschinen und KI-Antworten sowie Datenschutz, der zum eigenen Anspruch passt. Wir bauen genau diese Art von Website.
Website-Relaunch mit SEO- und GEO-Fundament
Ein Relaunch, der Sichtbarkeit sichert statt verliert: Wir erfassen jede URL mit Impressionen aus der Search Console, bauen die neue Website auf Next.js mit technischem SEO, strukturierten Daten und GEO-Fundament, leiten alte URLs dauerhaft auf die passenden neuen Seiten und kontrollieren nach dem Go-live Indexierung und Weiterleitungen.
Häufige Fragen
Verliert man bei einem Relaunch seine Rankings?
Nicht zwingend. Mit vollständigen Weiterleitungen, gleichwertigen oder besseren Inhalten und sauberer Technik bleiben Rankings in der Regel erhalten und verbessern sich oft. Verluste entstehen vor allem durch fehlende Weiterleitungen.
Warum ein Hinweis im Kontaktformular?
Vor der Mandatsannahme ist noch keine Konfliktprüfung erfolgt. Ein Hinweis, zunächst nur das Anliegen in groben Zügen zu schildern, schützt Interessenten und Kanzlei.
Braucht eine Kanzlei-Website Tracking?
Für die Messung von Auffindbarkeit genügt meist die Search Console. Werbe- und Tracking-Werkzeuge sind für eine Kanzlei-Website selten nötig und passen schlecht zum Anspruch an Vertraulichkeit.
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Hochrisiko oder nicht: die Einstufung nach Anhang III sauber begründen
Die Hochrisiko-Einstufung folgt einer festen Reihenfolge: zuerst der Einsatzbereich nach Anhang III, dann die Frage, ob das System dort eine tragende Rolle für die Entscheidung spielt, dann die Ausnahme nach Artikel 6 Absatz 3. Jeder dieser Schritte muss begründet dokumentiert werden.
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Artikel 4 verlangt Massnahmen zur Förderung der KI-Kompetenz, gemessen an Rolle, Kontext und betroffenen Personen. Umsetzbar wird das über vier Schritte: Rollen bilden, je Rolle eine Tiefe festlegen, passend schulen und die Teilnahme mit Datum, Inhalt und Rollenbezug festhalten.
