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Innopulse Consulting
EU AI Act

Was ist KI-Governance?

Kurzdefinition

KI-Governance ist der organisatorische Rahmen, mit dem ein Unternehmen den Einsatz von KI steuert: Verantwortlichkeiten, Richtlinien, ein Inventar der Systeme, Risikoeinstufung, Freigabe neuer Anwendungen, Überwachung und Dokumentation. Sie verbindet die Anforderungen aus AI Act, Datenschutz, Informationssicherheit und Aufsicht in einem Ablauf.

Viele Unternehmen setzen KI bereits breit ein, oft ohne dass jemand den Überblick hat. KI-Governance schafft diesen Überblick und macht den Einsatz steuerbar. Sie ist kein Bürokratieprojekt, sondern die Voraussetzung dafür, KI schnell und ohne böse Überraschungen einzusetzen.

Die Bausteine

Erstens Verantwortlichkeiten: Wer entscheidet über neue KI-Anwendungen, wer verantwortet einzelne Systeme, wer prüft Risiken? Eine RACI-Matrix klärt das. Zweitens eine Richtlinie, die festlegt, welche Werkzeuge mit welchen Daten genutzt werden dürfen. Drittens ein KI-Inventar mit allen Systemen, ihrer Rolle und Risikoklasse. Viertens ein Freigabeprozess für neue Anwendungen. Fünftens Überwachung und regelmässige Überprüfung im Betrieb.

Was hineinspielt

Der AI Act verlangt je nach Rolle und Risikoklasse KI-Kompetenzmassnahmen, Transparenz, menschliche Aufsicht und für Hochrisiko-Systeme ein umfassendes Risikomanagement. Das Datenschutzrecht verlangt Rechtsgrundlagen, Verträge mit Anbietern und gegebenenfalls Folgenabschätzungen. Für Schweizer Finanzinstitute hat die FINMA mit der Aufsichtsmitteilung 08/2024 Erwartungen an Governance und Risikomanagement beim KI-Einsatz formuliert. Und mit ISO/IEC 42001 gibt es einen zertifizierbaren Standard für KI-Managementsysteme. Gute Governance führt diese Anforderungen in einem Ablauf zusammen, statt für jede eine eigene Struktur zu bauen.

Angemessen statt maximal

Ein KMU braucht keine KI-Kommission mit monatlichen Sitzungen. Es braucht eine verantwortliche Person, eine kurze Richtlinie, ein aktuelles Inventar und eine klare Regel, wer neue Werkzeuge freigibt. Ein Finanzinstitut oder ein Anbieter von Hochrisiko-Systemen braucht mehr: dokumentierte Risikoprozesse, unabhängige Prüfung und laufende Überwachung. Die Tiefe folgt dem Risiko.

Häufige Fehler

Eine Richtlinie, die alles verbietet und deshalb ignoriert wird. Ein Inventar, das einmal erstellt und nie gepflegt wird. Governance nur für eigene Entwicklungen, während zugekaufte KI-Funktionen in bestehender Software unbeachtet bleiben. Und Freigabeprozesse, die so langsam sind, dass Teams sie umgehen.

Einstieg

Der Einstieg beginnt mit Inventar und Richtlinie; die Checkliste zur KI-Nutzungsrichtlinie und der 30-Tage-Plan zur AI-Act-Readiness beschreiben die Schritte. Den Aufbau begleiten wir im Angebot KI-Governance-Aufbau.

Quellen und Grundlagen
  • FINMA-Aufsichtsmitteilung 08/2024: Governance und Risikomanagement beim Einsatz künstlicher Intelligenz
  • ISO/IEC 42001:2023, Managementsysteme für künstliche Intelligenz

Rechtsstand Oktober 2026. Keine Rechtsberatung im Einzelfall.

EU AI Act ist unser Fachgebiet

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