Mandanten suchen heute anders als früher. Statt nach einer Kanzlei zu suchen, stellen sie eine Frage: wie eine Kündigung anzufechten ist, was bei einer Erbteilung gilt, wer eine Firmengründung in ihrer Region begleitet. Zunehmend stellen sie diese Fragen auch KI-Assistenten. Kanzleien und Treuhänder, die dort auftauchen wollen, brauchen keine lauten Werbebotschaften, sondern präzise, vertrauenswürdige Inhalte.
Sachlich bleiben
Für Anwältinnen und Anwälte ist Werbung zulässig, solange sie objektiv bleibt und dem Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit entspricht. Das passt gut zu dem, was Suchmaschinen und Sprachmodelle belohnen: klare, nachprüfbare Informationen statt Superlative. Gute SEO für Kanzleien ist deshalb im Kern gute Information.
Eine Seite pro Fachgebiet
Der wichtigste Hebel ist eine eigene Seite für jedes Fachgebiet oder jede Leistung, die beschreibt, worum es geht, für wen die Kanzlei tätig ist und welche Fragen typischerweise auftauchen. Eine Startseite mit einer Liste von Fachgebieten kann für konkrete Fragen kaum gefunden werden. Warum das so ist, beschreibt die Entscheidungshilfe One-Pager oder mehrseitige Website.
Personen sichtbar machen
Mandanten wählen Menschen, nicht Logos. Profile mit Fachgebieten, Zulassungen, Ausbildung, Sprachen und Publikationen schaffen Vertrauen und sind zugleich ein starkes Signal für Erfahrung und Fachkompetenz, das Suchmaschinen und Sprachmodelle berücksichtigen. Das Glossar beschreibt das unter E-E-A-T.
Lokal auffindbar sein
Viele Suchanfragen haben einen Ortsbezug. Ein gepflegtes Unternehmensprofil bei Google mit korrekter Adresse, Öffnungszeiten und Kategorie sowie einheitliche Angaben zu Name, Adresse und Telefon auf allen Plattformen helfen, in lokalen Suchergebnissen und Karten zu erscheinen. Bei Antworten auf Bewertungen gilt besondere Vorsicht: Sie dürfen keine Informationen über ein Mandat preisgeben, auch nicht zur Richtigstellung.
Strukturierte Daten
Schema.org kennt eigene Typen wie LegalService für Kanzleien und AccountingService für Treuhand- und Buchhaltungsdienstleister. Zusammen mit Angaben zur Organisation und zu den Personen helfen sie Suchmaschinen und Sprachmodellen, die Kanzlei eindeutig zu verstehen. Die Grundlagen beschreibt der Beitrag zu Schema-Markup.
In KI-Antworten erscheinen
Für die generative Suche gilt dieselbe Logik in verschärfter Form: Zitiert werden Seiten, die eine Frage präzise beantworten und deren Absender klar erkennbar ist. Kurze, sachliche Antworten auf typische Mandantenfragen, ein kleines Glossar zu den eigenen Fachgebieten und zugelassene KI-Crawler erhöhen die Chance, als Quelle genannt zu werden.
Technik und Datenschutz
Eine schnelle, auf dem Smartphone gut bedienbare Website ist Voraussetzung. Für Kanzleien kommt der Anspruch an Datenschutz hinzu: eine Datenschutzerklärung nach revDSG, ein Kontaktformular mit sorgfältiger Datenverarbeitung und Verzicht auf unnötige Tracking-Werkzeuge. Was Mandanten vertraulich anfragen, gehört nicht in Werbenetzwerke.
Messen
Die Search Console zeigt, für welche Fragen die Fachgebietsseiten erscheinen und wo Titel oder Beschreibung nicht überzeugen; das Search-Console-Playbook beschreibt das Vorgehen. Den Aufbau einer solchen Website bieten wir als Website für Kanzleien, Treuhänder und Family Offices an; was sie kostet, beschreibt die Seite zu den Kosten einer Kanzlei-Website.

